Geschichte

Sparow stammt aus dem Wort “de Zbor“ und bedeutet Kampfplatz, was nach den Geschichtsschreibern darauf schließen lässt, dass 955 Otto der I. den Wendenhäuptling Stoinef in Sparow besiegte.
Das Großsteingrab am Drewitzer See in Sparow ist vermutlich das Grab des Wendenkönigs.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 17. April 1500, an diesem Tag verpfändeten
Diederich und Jasper v. Flotow die Pacht vom Gut Sparow an Hinrich Berends.

1568 wurde Johann Berner von Herzog Johann Albrecht, Land mit 4 Hufen in Sparow
verpachtet, wobei der Besitz der Kirche in Sternberg zugeordnet war.
1590 verkaufte die Kirche den Besitz an Joachim von Berner, bis dann 1615, kurz vor dem
30-jährigen Krieg, die Herren von Below aus Nossentin das Anwesen übernahmen.

Schon 1619 ging der Anteil an Bernd von Wangelin aus Alt Schwerin.

Während des 30-jährigen Krieges gelangte Sparow an acht verschiedenen Gläubigern, der Ort
war verwüstet. Sparow verfiel mehr und mehr und war vom Aussterben bedroht.

1692 kaufte Eggert von Knuth Nossentin und Sparow und 1747 ging beides an den
schwäbischen Geheimrad Christian Holle aus Württemberg.

1754 kaufte Werner von Raben Sparow mit einem damals schon vorhandenen Teerofen.
Nach langem Streit um Sparow zwischen den Herren von Wangelin aus Alt Schwerin und
deren von Raben kaufte Herzog Friedrich Franz der I. den Ort und baute ein Gutshaus.

1803 ging Sparow an die herzogliche Kammer, die einen Pächter Namens Franke erwähnt.
1812 wurde Sparow an die Ritterschaft versteigert mit 820 ha, der Besitzer wurde ein Herr von Blücher.

1850 verkaufte die Ritterschaft an den Pächter des Gutes, Wilhelm Neckel, den Besitz, in deren Hände das Gut bis 1945 blieb, wo es dann im Rahmen des verlorenen Krieges enteignet wurde und verschiedene Nutzungen erfuhr.

Nach der Wende, im Jahre 1994, kaufte wiederum ein Schwabe, Hans-Dieter Böhm aus Duttenberg, Stück für Stück das Gutsgelände von verschiedenen Eigentümern, wie auch die Länderein zurück, aus insgesamt 1905 Flurstücken, so dass heute die Eigenjagd die alte Größe von 800 ha umfasst.
Das Gutsgelände wurde komplett zu einem Hotelkomplex neu aufgebaut, mit der ersten Kirche die von privat in den neuen Bundesländern erbaut wurde und katholisch, evangelisch, wie auch russisch-orthodox geweiht ist.